PayPal Casino 2026: Sichere Auszahlung oder Auslaufmodell?
Wer in Deutschland nach einem Online Casino mit PayPal sucht, stößt auf eine unbequeme Wahrheit: Die Zahl der Anbieter, die diesen Zahlungsweg noch anbieten, ist überschaubar. Das hat nichts mit Zufall zu tun. Seit der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft ist und die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) die Aufsicht führt, haben sich PayPal und die deutsche Casino-Lizenz weitgehend voneinander verabschiedet. Dennoch lohnt sich ein genauer Blick, denn wenn ein legaler Anbieter PayPal akzeptiert, funktioniert die Auszahlung dort in der Regel besonders transparent.
In diesem Artikel geht es nicht um Marketingversprechen, sondern um die Mechanik: Warum PayPal im regulierten Markt so selten geworden ist, wie Auszahlungen in einem legalen Casino ablaufen und welche Alternativen ähnlich sicher sind. Wer versteht, warum nur GGL-lizenzierte Anbieter eine echte Auszahlungsgarantie bieten, kann PayPal als Bonus oder Ausschlusskriterium richtig einordnen.
Warum PayPal und die deutsche Casino-Lizenz kaum zusammenkommen
Die rechtliche Grundlage ist simpel: Seit Juli 2021 dürfen Online-Glücksspiele in Deutschland nur noch mit einer Erlaubnis der GGL angeboten werden. Diese Erlaubnis umfasst strenge Auflagen – von der 1000-Euro-Einzahlungsgrenze pro Monat über das anbieterübergreifende LUGAS-System bis hin zum 1-Euro-Einsatzlimit bei Slots. Ein Zahlungsdienstleister wie PayPal muss für jeden Händler, der Glücksspiel anbietet, eine eigene Freischaltung vornehmen und dabei die deutschen Regulierungsvorgaben prüfen. Genau hier liegt das Problem.
PayPal hat in seiner globalen Richtlinie hohe Hürden für Glücksspieltransaktionen. In vielen Märkten ist es schlicht nicht erlaubt, PayPal für Casinos zu nutzen. In Deutschland kommt hinzu, dass die GGL von den Betreibern eine lückenlose Dokumentation der Zahlungsströme verlangt. Für PayPal bedeutet das zusätzlichen Compliance-Aufwand, der sich für einen Markt mit etwa 95 lizenzierten Anbietern – von denen nur ein Teil überhaupt Slots anbieten darf – betriebswirtschaftlich kaum lohnt. Hinzu kommen die für Händler hohen Transaktionsgebühren und das Risiko von Rückbuchungen, das bei Glücksspiel überdurchschnittlich ist.
Die Folge: PayPal hat sich im deutschen Markt zurückgezogen. Nicht schlagartig, sondern schleichend. Einzelne Anbieter, die früher mit PayPal warben, haben die Methode stillschweigend aus dem Kassenbereich entfernt. Wer heute ein Casino mit PayPal sucht, findet oft nur noch veraltete Listen oder ausländische Plattformen, die keine GGL-Lizenz besitzen. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines Marktes, der sich unter der Regulierung konsolidiert hat.
Ist PayPal in einem GGL-Casino überhaupt legal?
Ja, grundsätzlich ist PayPal in einem GGL-lizenzierten Casino legal, sofern der Betreiber die Zahlungsmethode anbietet und PayPal den Händler freigeschaltet hat. Die GGL verbietet Zahlungsmethoden nicht, solange die Transaktionen den Regeln des GlüStV entsprechen – also Einzahlungslimits, Sperrsysteme und Dokumentationspflichten eingehalten werden. In der Praxis scheitert es jedoch oft an der Freischaltung durch PayPal selbst, nicht am deutschen Recht.
So funktioniert die Auszahlung in einem legalen PayPal Casino
Einzahlung und Auszahlung per PayPal unterscheiden sich in der Mechanik kaum von anderen E-Wallets. Der Spieler wählt PayPal im Kassenbereich, wird auf die PayPal-Seite weitergeleitet, autorisiert die Zahlung und kehrt zurück ins Casino. Das Geld ist in Echtzeit verfügbar. Bei der Auszahlung läuft es umgekehrt: Der Spieler beantragt die Auszahlung im Casino, der Betreiber prüft den Vorgang und überweist anschließend auf das hinterlegte PayPal-Konto. Der entscheidende Punkt liegt nicht in der Technik, sondern in der rechtlichen Verpflichtung des Casinos.
Ein legaler Anbieter mit GGL-Lizenz ist vertraglich verpflichtet, Gewinne innerhalb einer angemessenen Frist auszuzahlen. Die GGL kontrolliert die Zahlungsabwicklung regelmäßig und ahndet Verstöße. Das bedeutet: Wenn ein Casino eine Auszahlung verweigert, hat der Spieler einen durchsetzbaren Anspruch – notfalls über die Aufsichtsbehörde oder den Rechtsweg. Genau diese Garantie fehlt bei Anbietern ohne deutsche Lizenz, unabhängig davon, ob sie PayPal anbieten oder nicht.
PayPal selbst bringt eine zusätzliche Ebene mit: Die E-Wallet ist seit Jahren ein etablierter Zahlungsdienst mit eigenen Sicherheitsmechanismen. Zwar greift der PayPal-Käuferschutz bei Glücksspieltransaktionen in der Regel nicht, aber die Plattform schützt die Kontodaten des Nutzers und dokumentiert jede Transaktion. Für Spieler, die Wert auf Nachvollziehbarkeit legen, ist das ein Vorteil – aber kein Ersatz für die Lizenz des Casinos.
Warum wird die Auszahlung manchmal verzögert?
Verzögerungen bei PayPal-Auszahlungen haben selten mit PayPal selbst zu tun. In den meisten Fällen liegt es an den internen Prüfprozessen des Casinos. Vor der ersten Auszahlung verlangt jeder seriöse Anbieter eine Verifizierung der Identität (KYC). Dazu gehören Ausweiskopie, Adressnachweis und manchmal ein Zahlungsnachweis. Zusätzlich prüft das Casino, ob das LUGAS-Limit eingehalten wurde und ob der Spieler in OASIS gesperrt ist. Diese Prüfungen können 24 bis 72 Stunden dauern. Erst danach wird die Auszahlung an PayPal übergeben, die dann innerhalb weniger Minuten bis Stunden auf dem PayPal-Konto erscheint.
Takeaway: Die Auszahlung selbst ist bei PayPal schnell, aber die gesetzlichen Prüfpflichten des Casinos können den Prozess verlängern. Das ist kein Bug, sondern Feature der Regulierung.
PayPal Casinos in Deutschland: Die Realität 2026
Wer heute nach einem PayPal Casino in Deutschland sucht, muss mit einer ernüchternden Bilanz leben. Nach unseren Recherchen – und gestützt auf die öffentliche Whitelist der GGL – gibt es derzeit keinen uns bekannten GGL-lizenzierten Anbieter, der PayPal als reguläre Einzahlungsmethode für Neukunden aktiv bewirbt. Einzelne Marken, die früher PayPal im Portfolio hatten, haben die Option entfernt oder auf andere Länder beschränkt. Was bleibt, sind alte Screenshots und Forenbeiträge, die nicht mehr aktuell sind.
Das bedeutet nicht, dass PayPal für immer verschwunden ist. Es kann jederzeit zurückkehren, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern. Aber Stand 2026 ist die Methode im legalen Markt faktisch bedeutungslos. Wer auf PayPal besteht, muss entweder auf Alternativen ausweichen oder läuft Gefahr, bei einem Anbieter ohne GGL-Lizenz zu landen – und genau dort ist die Auszahlung keineswegs garantiert.
Zur Orientierung haben wir eine Tabelle mit bekannten deutschen Anbietern zusammengestellt. Sie zeigt den aktuellen Stand der PayPal-Akzeptanz und macht deutlich, dass die Marke allein kein Indikator ist.
| Anbieter | GGL-Lizenz | PayPal-Akzeptanz (Stand 2026) | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Tipico Casino | Ja | Nein | PayPal wurde früher angeboten, aktuell nicht mehr. |
| Merkur Slots | Ja | Nein | Fokus auf andere Zahlungsmethoden. |
| Wunderino | Ja | Nein | Keine PayPal-Option im deutschen Angebot. |
| JackpotPiraten | Ja | Nein | Setzt auf Giropay und Sofortüberweisung. |
| LöwenPlay | Ja | Nein | PayPal nicht verfügbar. |
| BingBong | Ja | Nein | Kein PayPal im Kassenbereich. |
| CrazyBuzzer | Ja | Nein | PayPal nicht gelistet. |
Die Tabelle ist kein Urteil über die Qualität der Anbieter, sondern eine Bestandsaufnahme. Wer auf PayPal besteht, findet im legalen Markt aktuell keinen passenden Anbieter. Wer dagegen eine sichere Auszahlung möchte, hat bei jedem dieser Casinos eine klare Rechtsgrundlage.
Woran erkennt man ein legales PayPal Casino?
Ein legales Casino mit GGL-Lizenz erkennt man an der Erlaubnisnummer, die im Impressum angegeben sein muss, sowie am Eintrag in der offiziellen Whitelist der GGL. Diese Liste ist unter gluecksspiel-behoerde.de abrufbar. Zusätzlich muss das Casino das LUGAS-Limit abfragen und eine Verbindung zum OASIS-Sperrsystem herstellen. Fehlen diese Merkmale, handelt es sich nicht um einen legalen Anbieter – selbst wenn PayPal als Zahlungsmethode angezeigt wird. Dann ist Vorsicht geboten, denn Auszahlungen sind dort nicht einklagbar.
Takeaway: Die GGL-Lizenz ist das einzige verlässliche Signal für eine garantierte Auszahlung. PayPal allein sagt nichts über die Legalität aus.
Alternativen zu PayPal: Sicher auszahlen mit Giropay, Trustly, Sofortüberweisung
Weil PayPal im deutschen Markt praktisch ausfällt, rücken andere Zahlungsmethoden in den Fokus. Die wichtigsten Alternativen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie werden von nahezu allen GGL-lizenzierten Casinos akzeptiert und sind für deutsche Bankkunden optimiert. Die Auszahlungsgarantie hängt dabei nicht von der Methode ab, sondern von der Lizenz des Anbieters – aber die Geschwindigkeit und der Komfort unterscheiden sich.
| Methode | Einzahlung | Auszahlung | Gebühren | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Giropay | Sofort | Nicht möglich (nur Einzahlung) | Keine | Sehr hoch in DE |
| Trustly | Sofort | Meist 0-24 Stunden | Keine | Hoch |
| Sofortüberweisung | Sofort | Nicht möglich (nur Einzahlung) | Keine | Sehr hoch |
| Klarna | Sofort | Nicht möglich | Keine | Mittel |
| Banküberweisung | 1-2 Werktage | 1-3 Werktage | Keine | Immer |
| Kreditkarte (Visa/Mastercard) | Sofort | 1-3 Werktage | Manchmal | Hoch |
Für Auszahlungen sind besonders Trustly und die klassische Banküberweisung relevant. Trustly arbeitet direkt mit dem Bankkonto und ermöglicht schnelle Rücküberweisungen, während die Banküberweisung zwar länger dauert, aber universell funktioniert. Giropay und Sofortüberweisung sind reine Einzahlungsmethoden – für die Auszahlung muss der Spieler auf eine andere Methode zurückgreifen, meist Banküberweisung oder Trustly.
Wichtig: Keine dieser Alternativen umgeht die gesetzlichen Limits. Das 1000-Euro-Monatslimit gilt unabhängig davon, ob man mit Trustly, Kreditkarte oder PayPal einzahlt. Auch die OASIS-Sperre bleibt aktiv. Wer eine Umgehung verspricht, bewegt sich außerhalb des regulierten Marktes.
Welche Methode bietet die schnellste Auszahlung?
Unter den regulierten Anbietern sind Auszahlungen per Trustly oder Sofortüberweisung (sofern angeboten) oft am schnellsten, weil sie ohne manuelle Prüfung des Zahlungswegs auskommen. In der Praxis variiert die Dauer jedoch stark von Casino zu Casino. Einige GGL-Casinos bearbeiten Auszahlungen innerhalb weniger Stunden, andere benötigen bis zu 72 Stunden allein für die interne Freigabe. PayPal wäre ähnlich schnell, ist aber kaum verfügbar.
PayPal Bonus und Umsatzbedingungen: Worauf achten?
Ein oft übersehener Aspekt: Selbst wenn ein Casino PayPal akzeptieren würde, ist die Methode häufig von Bonusaktionen ausgeschlossen. Das hat einen einfachen Grund – PayPal ermöglicht schnelle Ein- und Auszahlungen, was Bonusmissbrauch erleichtert. Wer eine Einzahlung über PayPal tätigt, verzichtet daher in vielen Fällen auf den Willkommensbonus oder muss mit reduzierten Konditionen rechnen. Das ist keine Schikane, sondern Risikomanagement des Anbieters.
Für Bonusinteressierte sind die typischen Umsatzbedingungen in deutschen Casinos relevant. Sie liegen meist in einem Rahmen, der wie folgt aussieht:
| Bedingung | Typischer Rahmen | Anmerkung |
|---|---|---|
| Umsatzanforderung | 30x – 45x Bonusbetrag | Bei Freispielen oft auf Gewinn bezogen. |
| Maximaler Bonusbetrag | 50 € – 100 € | Gilt für No-Deposit-Boni. |
| Zeitfenster | 7 – 30 Tage | Danach verfällt der Bonus. |
| Spielbeitrag Slots | 100% | Die meisten Slots zählen voll. |
| Spielbeitrag Tischspiele | 5% – 20% | Roulette, Blackjack zählen kaum. |
| Live Casino | Oft 0% | Live-Spiele sind meist ausgeschlossen. |
Die konkreten Bedingungen ändern sich regelmäßig und sind im jeweiligen Kundenkonto hinterlegt. Wer mit PayPal einzahlt, sollte vorher prüfen, ob der Bonus überhaupt gewährt wird. Andernfalls ist der Ärger vorprogrammiert.
Kann man mit PayPal einen No-Deposit-Bonus bekommen?
Ein No-Deposit-Bonus setzt keine Einzahlung voraus, daher spielt die Zahlungsmethode für die Gutschrift meist keine Rolle. Allerdings verlangen einige Casinos für die spätere Auszahlung des Gewinns eine Verifizierung des Zahlungswegs – und genau hier kann PayPal ausgeschlossen sein, wenn es nicht als Einzahlungsmethode zugelassen ist. In der Praxis ist das selten ein Problem, weil PayPal im legalen Markt kaum vorkommt.
Welche Spiele tragen zur Umsatzbedingung bei?
In fast allen GGL-Casinos zählen Spielautomaten zu 100 Prozent zur Umsatzanforderung. Tischspiele wie Roulette oder Blackjack tragen deutlich weniger bei – oft nur 5 bis 20 Prozent. Live-Casino-Spiele sind in vielen Fällen komplett ausgeschlossen, weil der Hausvorteil dort schwieriger zu kalkulieren ist. Wer den Bonus freispielen will, sollte sich also an Slots halten. Und das ist keine Empfehlung, sondern Mathematik.
Takeaway: PayPal und Bonus schließen sich oft aus. Wer Boni maximieren will, nutzt besser andere Methoden; wer schnelle Auszahlung will, kann auf PayPal setzen – sofern verfügbar.
Gebühren und Limits: Was kostet PayPal im Casino?
PayPal selbst erhebt für private Konten in der Regel keine Gebühren für Transaktionen in Euro. Wenn ein Casino PayPal anbietet, fallen also auf Seiten des Spielers meist keine direkten Kosten an. Anders sieht es bei Währungsumrechnungen aus: Wer ein PayPal-Konto in einer anderen Währung führt oder in einem Casino einzahlt, das nicht in Euro abrechnet, zahlt Wechselgebühren. Das ist aber im deutschen Markt irrelevant, da GGL-Casinos ausschließlich in Euro arbeiten.
Die eigentlichen Limits kommen nicht von PayPal, sondern vom deutschen Gesetz. Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1000 Euro pro Monat ist über das LUGAS-System verpflichtend. Es kann nur unter bestimmten Voraussetzungen – Bonitätsnachweis und eine Wartezeit von sieben Tagen – auf bis zu 30.000 Euro regulatorisch erhöht werden, wobei viele Casinos freiwillig bei 10.000 Euro deckeln. Wer mit PayPal einzahlt, unterliegt denselben Grenzen wie bei jeder anderen Methode.
Zusätzlich gilt beim Spielen: 1 Euro Einsatzlimit pro Spin bei Spielautomaten, 5 Sekunden Mindestpause zwischen den Drehs und ein Verbot von Autoplay. Auch das sind gesetzliche Vorgaben, die durch LUGAS und die GGL kontrolliert werden. PayPal ändert daran nichts.
Kann man das Einzahlungslimit mit PayPal umgehen?
Nein. Das LUGAS-Limit ist anbieter- und methodenübergreifend. Egal ob PayPal, Kreditkarte, Trustly oder Kryptowährung – die 1000-Euro-Grenze pro Monat wird zentral erfasst und durchgesetzt. Ein Casino, das eine Umgehung anbietet, hat keine GGL-Lizenz. Und wer dort spielt, riskiert nicht nur sein Geld, sondern auch rechtliche Konsequenzen.
Risiken und Grauzonen: Wenn PayPal in nicht lizenzierten Casinos auftaucht
Die hartnäckige Nachfrage nach PayPal Casinos hat einen unangenehmen Nebeneffekt: Sie treibt Spieler auf Plattformen, die keine deutsche Lizenz besitzen. Diese Anbieter – oft mit Sitz in Malta, Curaçao oder Zypern – werben gezielt mit PayPal, weil sie wissen, dass es als vertrauenswürdig gilt. Doch der Schein trügt. Ohne GGL-Lizenz ist die Auszahlung nicht garantiert, und der Spieler hat keine durchsetzbaren Rechte.
Seit Mai 2026 setzt die GGL verstärkt auf DNS-Sperren, um den Zugang zu illegalen Angeboten zu blockieren. Gleichzeitig werden Zahlungsströme überwacht. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bereits 2024 entschieden, dass Spieler bei nicht lizenzierten Anbietern ihre Verluste zurückfordern können – der Weg dorthin ist jedoch langwierig und mit Kosten verbunden. Das ist kein Grund zur Freude, sondern ein Warnsignal: Wer spielt, sollte gar nicht erst in diese Situation kommen.
Ein Sonderfall sind ausländische Casinos, die PayPal akzeptieren und mit einer EU-Lizenz werben. Diese Lizenz allein berechtigt nicht zum Anbieten in Deutschland. Nach dem Glücksspielstaatsvertrag benötigt jedes Angebot, das sich an deutsche Spieler richtet, die GGL-Erlaubnis. Eine MGA-Lizenz aus Malta oder eine Curaçao-Lizenz sind für den deutschen Markt irrelevant. Wer das ignoriert, spielt in einem rechtsfreien Raum – mit allen Risiken für Einzahlung und Auszahlung.
Was passiert, wenn ein nicht lizenziertes Casino nicht auszahlt?
In solchen Fällen hat der Spieler kaum Handhabe. Die ausländische Aufsichtsbehörde ist oft schwer erreichbar, und der Rechtsweg über die Landesgrenzen hinweg ist teuer und langwierig. Der BGH hat zwar Rückforderungsansprüche bestätigt, aber die Durchsetzung setzt einen langen Atem voraus. Deshalb gilt: Nur bei GGL-lizenzierten Anbietern ist die Auszahlung ein vertraglich gesichertes Versprechen, kein Akt der Kulanz.
Takeaway: Wenn dich ein Casino mit PayPal lockt, prüfe zuerst die GGL-Lizenz. Fehlt sie, ist das PayPal-Logo ein Köder, kein Vertrauensbeweis.
PayPal Casino im Test: Wie prüft man einen Anbieter?
Ein seriöser Test eines PayPal Casinos folgt klaren Kriterien. Die wichtigste Frage ist nicht, ob PayPal angeboten wird, sondern ob die GGL-Lizenz vorliegt. Erst danach lohnt der Blick auf Zahlungsmethoden, Bonusbedingungen und Auszahlungsgeschwindigkeit. Wer die Reihenfolge umdreht, läuft Gefahr, sich von einem leeren Versprechen blenden zu lassen.
Die folgende Checkliste hilft bei der Einordnung jedes Anbieters:
- GGL-Lizenz: Im Impressum muss die Erlaubnisnummer stehen; Abgleich mit der Whitelist unter gluecksspiel-behoerde.de.
- LUGAS-Abfrage: Beim Einzahlungsversuch muss das System das Monatslimit prüfen.
- OASIS-Anbindung: Gesperrte Spieler dürfen nicht spielen können.
- Zahlungsmethoden: Werden PayPal, Trustly oder Giropay angeboten? Fehlt PayPal, ist das kein Mangel, sondern die Regel.
- Auszahlungsbedingungen: Welche Bearbeitungszeiten gelten? Gibt es Gebühren? Steht das im Kleingedruckten?
- Bonusregeln: Sind Einzahlungen mit PayPal vom Bonus ausgeschlossen? Welche Umsatzbedingungen gelten?
Diese Prüfung dauert fünf Minuten und verhindert 90 Prozent der typischen Fehler. Der Rest hängt von der individuellen Spielweise ab – und der Bereitschaft, sich an die Regeln zu halten.
Warum ist die Whitelist der GGL so wichtig?
Die Whitelist ist die einzige offizielle Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter in Deutschland legal ist. Sie wird regelmäßig aktualisiert und enthält alle erlaubten Casinos und Sportwetten. Ein Eintrag dort ist die Grundvoraussetzung für jede legale Zahlungsabwicklung – unabhängig davon, ob PayPal oder eine andere Methode genutzt wird. Wer nicht auf der Liste steht, ist illegal. Fertig.
Verantwortungsvolles Spielen in PayPal Casinos
Die Diskussion um Zahlungsmethoden darf nicht verdecken, dass Spielen immer ein Risiko birgt. In Deutschland existieren Mechanismen, um dieses Risiko zu begrenzen: das LUGAS-Einzahlungslimit, das OASIS-Sperrsystem und die strengen Einsatzlimits bei Slots. PayPal wäre als Zahlungsmethode nur dann sinnvoll, wenn der Anbieter diese Schutzmechanismen vollständig integriert hat – und genau das ist bei GGL-lizenzierten Casinos der Fall.
Wer das Gefühl hat, die Kontrolle zu verlieren, kann sich jederzeit selbst sperren. Die OASIS-Sperre gilt für alle legalen Anbieter und kann nicht umgangen werden. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten und nur auf Antrag möglich. Das ist ein bewusstes Hindernis. Zusätzlich bietet die BZgA kostenlose Beratung unter der Telefonnummer 0800 1 372 700 sowie auf check-dein-spiel.de. Dort findet man auch unabhängige Informationen zu den Risiken von Glücksspiel.
Ein weiterer Hebel ist die Absenkung des persönlichen LUGAS-Limits. Wer sein Monatslimit auf 100 Euro reduziert, kann es nicht kurzfristig wieder erhöhen – die Regeln sehen eine Wartezeit vor. Solche Selbstbindungen sind effektiver als jeder Appell. In einem legalen PayPal Casino würden sie genauso greifen wie überall sonst.
Kann man sich mit PayPal selbst sperren?
PayPal selbst ist kein Instrument der Spielsuchtprävention. Es gibt dort keine direkte OASIS-Integration. Die Sperre wirkt über das Casino und das OASIS-System, nicht über den Zahlungsdienst. Deshalb ist die Wahl des Casinos entscheidend. Nur ein GGL-lizenzierter Anbieter fragt OASIS ab und blockiert gesperrte Spieler. Ein nicht lizenziertes Casino interessiert sich dafür nicht – und PayPal auch nicht.
Takeaway: Der Schutz kommt von der Regulierung, nicht von der Zahlungsmethode. Wer auf Nummer sicher gehen will, spielt nur bei GGL-Clizenzierten Casinos. Das ist die einzige verlässliche Strategie, um sich vor Verlusten zu schützen – und sie funktioniert unabhängig davon, ob PayPal jemals zurückkommt oder nicht.
Wer in Deutschland ein Casino mit PayPal sucht, muss sich 2026 mit einer einfachen Tatsache abfinden: Die Methode ist im legalen Markt kaum noch vertreten. Das ist kein Mangel, sondern eine Konsequenz der Regulierung. Wer Wert auf Sicherheit und transparente Auszahlungen legt, wählt einen GGL-lizenzierten Anbieter und akzeptiert, dass PayPal dort derzeit keine Rolle spielt. Die verfügbaren Alternativen wie Trustly oder Giropay erfüllen denselben Zweck – und bieten zusätzlich die Gewissheit, dass im Fall eines Gewinns auch wirklich ausgezahlt wird.

